Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden, Bd. 3 (1380 - 1426)

Mit den Bänden des Urkundenbuches der Bischöfe und des Domkapitels von Verden wird eine Quellenpublikation für die Zeit von den Anfängen des Bistums Verden bis in das Jahr 1502, dem Sterbejahr von Bischof Berthold, herausgegeben. Wissenschaftlicher Bearbeiter aller Bände ist der Historiker Dr. Arend Mindermann aus Stade.

Anfang Juli 2012 konnte der dritte Band dieses einzigartigen Quellenwerks der Öffentlichkeit vorgestellt werden. "Mit dem vorliegenden Band öffnet sich ein Fenster in die spannende Zeit zwischen 1381 und 1426: Menschenschicksale werden wieder lebendig. Sie spiegeln sich in Tausch- und Kaufgeschäften ebenso wie in Zuwendungen und in territorialen Interessen", so der Uelzener Landrat und Vorsitzende des Lüneburgischen Landschaftsverbandes, Dr. Heiko Blume, im Rahmen der Präsentation im Schloss Holdenstedt.

Anhand von bislang nahezu unbekannten Quellen, Briefen, Besitzregistern, Eintragungen in Totenbüchern sowie Prozeßakten und Inschriftentexten wird auch mit diesem Band eine umfassende Quellensammlung zur Geschichte des einstigen Bistums Verden, das sich im Mittelalter von Verden im Westen und Buxtehude im Norden über nahezu die gesamte Lüneburger Heide und die nordwestliche Altmark erstreckte, vorgelegt. Innerhalb dieses großen Gebietes gab es zwei deutlich erkennbare regionale Zentren: zum einen das Gebiet des Hochstiftes Verden um Verden und Rotenburg und zum anderen die innerhalb des Fürstentums Lüneburg gelegene Region entlang der Ilmenau, von Bardowick im Norden über Lüneburg und Bad Bevensen bis hin nach Uelzen. Aus diesen beiden Regionen stammt der überwiegende Teil der insgesamt 951 Urkunden, die in dem vorliegenden Band enthalten sind.

Das Buch bietet sowohl Historikern und Volkskundlern als auch interessierten Heimat- und Familienforschern reichhaltiges Material und vielfältige Grundlagen zur weiteren Arbeit.

Erschienen ist der dritte Band wie auch die Vorgängerbände in der Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden und zugleich in der Reihe der Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen.

Gemeinsam mit der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg, dem Landschaftsverband Stade, der Landschaft der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden und der Stadt Verden finanziert der Lüneburgische Landschaftsverband seit 1997 die Herausgabe dieser mehrbändigen Quellenedition zur Geschichte von Bistum und Diözese Verden.

    

Literaturangabe

Mindermann, Arend
Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden. Band 1. Von den Anfängen bis 1300, in: Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Bd. 13, hrsg. von Bernd Kappelhoff und Hans-Eckhard Dannenberg, Stade 2001 (ISBN: 3-931879-07-0).

Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden. Band 2. 1300–1380, in: Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Bd. 21, hrsg. von Bernd Kappelhoff und Hans-Eckhard Dannenberg, Stade 2004 (ISBN: 3-931879-15-1).

Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden. Band 3. 1380 - 1426, in: Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Bd. 39, hrsg. von Bernd Kappelhoff und Hans-Eckhard Dannenberg, Stade 2012 (ISBN: 978-3-931879-52-5).

 

 

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Präsentation des dritten Bandes
am 02. Juli 2012 im Schloss Holdenstedt

  

Dr. Arend Mindermann © Christine Kohnke

 

 

Dr. Heiko Blume, Landrat des Landkreises Uelzen und Vorsitzender des Lüneburgischen Landschaftsverbandes © Christine Kohnke

 

  

Buchpräsentation in Holdenstedt © Christine Kohnke



"Das Bistum Lüneburg, am 19. Januar 1401 gegründet, am 13. April 1402 aufgehoben. Zur Geschichte der gescheiterten Verlegung des Bischofssitzes von Verden nach Lüneburg"

Artikel von Dr. Arend Mindermann. Erschienen in: "Der Heidewanderer", 88. Jahrgang, Nr. 6 vom 30. Juni 2012.

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