Informationen für Kulturschaffende während der Corona-Pandemie

Im Folgenden finden Sie Links und Hinweise zu verschiedenen Informations- und Unterstützungsangeboten für Kulturschaffende während der gegenwärtigen Corona-Pandemie (Stand 19.10.2020). Angesichts der inzwischen zahlreichen Informationsangebote beschränken wir uns hier auf eine Auswahl zentraler Anlaufstellen. Weitere Hinweise und aktuelle Informationen bieten darüber hinaus z.B. auch die Seiten der Kommunen oder der Landeskulturverbände.

Aktuelle Hinweise auf - nicht nur corona-bezogene - Förderprogramme finden Sie auch in unserer Rubrik "Ausschreibungen".

 

"Neustart Kultur"

 

Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien

Im Rahmen des am 03.07.2020 beschlossenen Rettungspakets "Neustart Kultur" stehen insgesamt 1 Mrd. Euro für den Kultur- und Medienbereich zur Verfügung. Kernpunkte sind die Förderung von pandemiebedingten Investitionen in Kultureinrichtungen, die Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur sowie Nothilfen, die Förderung alternativer, auch digitaler Angebote, die Unterstützung bundesgeförderter Kultureinrichtungen und -projekte sowie Hilfen für den privaten Rundfunk.

In den kommenden Wochen werden nach und nach die einzelnen Förderrichtlinien und Antragsmöglichkeiten zu den einzelnen Förderprogrammen von "Neustart Kultur" veröffentlicht.

Informationen und Hinweise hierzu finden Sie auf der Webseite der BKM.

 

Bundeskulturfonds

Im Rahmen von "Neustart Kultur" erhalten die sechs Bundeskulturfonds Mittel in Höhe von 50 Mio. Euro für Förderprogramme zur Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur sowie für Nothilfen. Sie richten sich jeweils an die von ihnen vertretenen Kultursparten.

Alle Informationen zu den verschiedenen Ausschreibungen finden Sie auf den Webseiten der Stiftung Kunstfonds, des Fonds Soziokultur, des Fonds Darstellende Künste, des Musikfonds, des Deutschen Literaturfonds und des Deutschen Übersetzerfonds.

 

Unterstützung von pandemiebedingten Investitionen

Im Rahmen von "Neustart Kultur" fördert die Bundesregierung investive Schutzmaßnahmen in Kultureinrichtungen, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird. Die konkreten Förderprogramme für verschiedene Sparten werden dabei von unterschiedlichen Stellen durchgeführt, die die jeweiligen Ausschreibungen und Förderrichtlinien auf ihren Internetseiten veröffentlichen:

Für Heimatmuseen, private Museen, Ausstellungshäuser und öffentlich zugängliche Gedenkstätten ist der Deutsche Verband für Archäologie zuständig.

Theater, künstlerische Produktionsorte, Festspielhäuser, Festivals, Kleinkunstbühnen und Variétés wenden sich an den Fachverband Deutsche Theatertechnische Gesellschaft.

Für Musikaufführungsstätten, Musikclubs und Festivals übernimmt die GEMA die Durchführung des Förderprogramms.

Das Förderprogramm für Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren betreut der Bundesverband Soziokultur.

Für Kinos und Zirkusse bieten die Filmförderungsanstalt und die Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik entsprechende Sonderprogramme an.

 

Förderung von digitalen Angeboten

Im Rahmen von "Neustart Kultur" unterstützt die Bundesregierung das Förderprogramm "dive in. Programm für digitale Interaktionen" der Kulturstiftung des Bundes mit 5 Mio. Euro. Das Programm richtet sich an gegenwartsorientierte Kulturinstitutionen aller künstlerischen Sparten sowie an Gedenkstätten, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren, Archive mit Archivgut in künstlerischen Sparten und an Festivals. Gefördert werden die Entwicklung und Umsetzung von digitalen Projekten und Formaten, die Kulturinstitutionen neue Wege des Austauschs und der Interaktion mit ihrem Publikum ermöglichen.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Kulturstiftung.

Mit dem Programm "KULTUR.GEMEINSCHAFTEN" unterstützen die Kulturstaatsministerin und die Kulturstiftung der Länder insbesondere kleinere, auch ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen und Projektträger bei der Entwicklung digitaler Angebote mit insgesamt 11 Millionen Euro. Gefördert werden die Anschaffung der notwendigen Technik zur Produktion digitaler Formate, Projekte zum Wissenstransfer und zur Vernetzung der Einrichtungen, die Verbreitung der entstandenen Produktionen im Internet und in den Sozialen Medien sowie die Entwicklung und Vermittlung neuer Beratungs-, Schulungs- und Weiterbildungsangebote.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Förderprogramms KULTUR.GEMEINSCHAFTEN.

 

Initiative Musik

Im Rahmen von "Neustart Kultur" stehen der Initiative Musik zusätzliche Mittel für das bestehende Programm der Künstler*innenförderung zur Verfügung. Zudem wurde das Programm durch die Anhebung des Förderanteils, die Öffnung auch für Autor*innen und die Möglichkeit der Förderung von Vorproduktionen angepasst. Weitere Teilprogramme richten sich an Veranstalter*innen und Festivals sowie an Musikclubs und Live-Spielstätten.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Initiative Musik.

 

Theater in Bewegung

Mit dem Programm "Theater in Bewegung" unterstützt die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V. Gastspieltheater mit jeweils bis zu 200.000 Euro zur Wiederaufnahme ihres Tourneebetriebs unter den corona-bedingten Einschränkungen. Antragsberechtigt sind Gastspielbühnen ohne eigenes Ensemble, die im Rahmen ihres künstlerischen Spielplanes Tournee- und Gastspieltheater verpflichten. Gefördert werden können bis zu 50 % dieser Gastspielkosten.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Interessengemeinschaft.

 

Kulturelle und soziokulturelle Programmarbeit

Im Rahmen von "Neustart Kultur" stehen über den Bundesverband Soziokultur Mittel zur Förderung der Programmarbeit von Kulturzentren, soziokulturellen Zentren und vergleichbaren Einrichtungen zur Verfügung. Für einzelne Veranstaltungen oder kontinuierliche Angebote können bis zu 50.000 Euro beantragt werden.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesverbands Soziokultur.

 

Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen

Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt insgesamt 10 Millionen Euro für die Ko-Finanzierung von Bundesprogrammen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zur Verfügung. Damit sollen Kultureinrichtungen und Kulturakteure in Niedersachsen unterstützt werden, die in den im Rahmen von "Neustart Kultur" aufgelegten Förderprogrammen Bundesmittel beantragen. 

Nähere Informationen zur Ausschreibung und Antragstellung finden Sie auf der Webseite des Ministeriums.

 

Weitere Hilfsangebote und Fördermaßnahmen

 

Bundesregierung

Die Bundesregierung bietet verschiedene Hilfsangebote und Fördermaßnahmen an, die sich an Unternehmen, Angestellte und Solo-Selbstständige auch in der Kultur- und Kreativwirtschaft richten.

Einen Überblick und nähere Informationen finden Sie hier.

 

Deutscher Kulturrat

Der Kulturrat informiert über Hilfsmaßnahmen im Kulturbereich und gibt einen Newsletter für alle von Einschränkungen betroffene Künstler*innen, kulturwirtschaftliche Unternehmen, öffentliche und private Kultureinrichtungen heraus.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Euro-Office/MCON

Das Euro-Office/Büro MCON hat eine Übersicht über aktuelle Corona-Unterstützungsangebote für Vereine, Einrichtungen und Initiativen aus den Bereichen Kultur, Soziales und Sport zusammengestellt (Stand 05.06.2020).

Die Übersicht können Sie hier herunterladen.

 

GEMA

Über den "Schutzschirm LIVE" können Musikurheber*innen, die GEMA-Mitglied sind, eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

Das Kompetenzzentrum hat eine Informations- und Linksammlung für Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammengestellt, die kontinuierlich ergänzt wird.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung in Niedersachsen

Die LKJ gibt einen Überblick zu häufig gestellten Fragen und bietet eine rechtliche Beratung rund um die Auswirkungen des Coronavirus an.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Musikland Niedersachsen

Musikland Niedersachsen hat für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer*innen in der Musikbranche eine Corona-Hotline eingerichtet.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Das Ministerium bietet auf seinen Seiten Informationen für den Wissenschafts- und Kulturbereich rund um das Corona-Virus an und informiert über Maßnahmen und Möglichkeiten im Rahmen der Landeshilfe für Künstler*innen und Kulturschaffende.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Niedersächsisches Finanzministerium

Über die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH besteht für Unternehmen, Angehörige der freien Berufe und Träger sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen die Möglichkeit einer Unterstützung im Rahmen einer Kreditbürgschaft.

Nähere Informationen finden Sie hier auf den Seiten des Ministeriums und hier auf den Seiten der NBB.

 

 

 

Telefonische Beratung durch den Landesverband Soziokultur Niedersachsen

Der Landesverband Soziokultur bietet täglich telefonische Sprechstunden für Kulturschaffende aller Sparten zu folgenden Themen rund um die Auswirkungen der Corona-Pandemie an:

 

  • Bundes- und Landesförderung, KfW
  • Unterstützung von Kleinstunternehmen, Künstler*innen und Soloselbstständigen

Dieter Hinrichs, täglich 14-16 Uhr, Telefon: 0441 24 89 393, E-Mail: hinrichs(at)soziokultur-niedersachsen.de

 

  • Erstattung von Personalkosten wie Kurzarbeit etc.
  • Laufende Projekte und Förderung

Christiane Mielke, täglich 10-12 Uhr, Telefon: 0531 23 80 40 oder 0162 29 98 608, E-Mail: mielke(at)soziokultur-niedersachsen.de

 

  • Hilfsangebote von GEMA, KSK, GVL

Klaus Thorwesten, täglich 10-12 Uhr, Telefon: 0541 33 87 418 oder 0152 08 96 52 69, E-Mail: thorwesten(at)soziokultur-niedersachsen.de

 

  • Digitale Kommunikation, Einrichtung von Homeoffice
  • Unterstützung von Kleinstunternehmen, Künstler*innen und Soloselbstständigen

Wiebke Dalhoff, täglich 10-12 Uhr, Telefon: 0176 55 94 55 12, E-Mail: dalhoff(at)soziokultur-niedersachsen.de

 

  • Hygienekonzepte und Strategien für Kulturangebote in Zeiten von Corona
  • Gesprächs- und Reflexionsangebot für Menschen, die im Kulturbereich Verantwortung tragen
  • Erstattung von Personalkosten wie Kurzarbeit etc.
  • Laufende Projekte und Förderung

Ingrid Wagemann, Montag 15-17 Uhr, Dienstag-Freitag 10-12 Uhr, Telefon: 0511 5 90 90 4-66 oder 0173 64 70 151, E-Mail: wagemann(at)soziokultur-niedersachsen.de

 

Der Landesverband Soziokultur hat zudem eine Linksammlung mit allgemeinen Informationen und praktischen Hinweisen für Beschäftigte und Kultureinrichtungen zusammengestellt. 

Nähere Informationen finden Sie hier.